Kostenübernahme

Wir verfügen als Psychologische Psychotherapeutinnen über eine Approbation mit dem Fachkundenachweis in Verhaltenstherapie und sind in das Arztregister der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein eingetragen.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Abrechnungsmodalitäten mit den einzelnen Kostenträgern:

Hier ist eine Kostenübernahme in begründeten Fällen über das sogenannte Kostenerstattungsverfahren möglich. Basis hierfür ist das SGB V § 13.3.: „Konnte die Krankenkasse eine unaufschiebbare Leistung nicht rechtzeitig erbringen oder hat sie eine Leistung zu Unrecht abgelehnt und sind dadurch Versicherten für die selbstbeschaffte Leistung Kosten entstanden, sind diese von der Krankenkasse in der entstandenen Höhe zu erstatten, soweit die Leistung notwendig war.“ In der Regel müssen Sie hierfür Ihrer Kasse nachweisen, dass Sie bei keinem Vertragstherapeuten in zumutbarer Zeit einen Therapieplatz erhalten haben (für die meisten Kassen bedeutet zumutbar unter drei Monaten Wartezeit). Für gewöhnlich stellt dies kein Problem dar, da die Wartezeiten auf einen  Therapieplatz im Normalfall lang sind. Oft wird auch eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung von Ihrem Hausarzt oder dem behandelnden Psychiater oder Neurologen gefordert, in der steht, dass eine Psychotherapie dringend durchgeführt werden sollte und Ihnen keine lange Wartezeit zugemutet werden kann. Bei der Antragsstellung unterstützen wir Sie gerne. Im Regelfall ist das Prozedere beim Kostenerstattungsverfahren folgendes:

 

  • Schritt 1: Anruf bei der Krankenkasse

    Rufen Sie bei dem/der für Sie zuständigen Sachbearbeiter/in Ihrer Krankenkasse an und fragen, welche Unterlagen für einen Antrag auf „außervertragliche Kostenerstattung für Psychotherapie“ eingereicht werden müssen. Üblich sind: Antrag des Patienten (diesen füllen wir gemeinsam aus), Nachweis über vergeblich kontaktierte Therapeuten mit Kassenzulassung (s.u.), Konsiliarbericht (s.u.), evtl. ärztliche Dringlichkeitsbescheinigung. Weitere Unterlagen sind von uns als Therapeutinnen hinzuzufügen.

  • Schritt 2: Erstgespräch in der Praxis

    Im Anschluss vereinbaren Sie ein Erstgespräch mit uns. Übernimmt Ihre Kasse im späteren Verlauf der Antragsstellung die Kosten für eine Psychotherapie, erstattet sie in der Regel die Kosten für das Erstgespräch zurück. Im Erstgespräch geht es zum einen um die Beschwerden, wegen denen Sie eine Psychotherapie beginnen möchten. Zum anderen können Rahmenbedingungen, offene Fragen Ihrerseits und Organisatorisches besprochen werden. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit zu prüfen, ob Sie sich in unserer Praxis wohl fühlen und sich eine Therapie bei uns vorstellen können.

  • Schritt 3: Psychotherapieablehnungen sammeln / fehlenden Therapieplatz nachweisen

    Kontaktieren Sie mehrere – mindestens fünf, manche Kassen fordern 10 – Therapeuten und notieren Sie sich Name, Adresse der Therapeuten, das Datum, die genannte Wartezeit (z.B. Therapeut Mustermann, Mustermannstr.1, Köln, 1.1.2013, Wartezeit 8 Monate bis zur Therapieaufnahme). Bitte beachten Sie, dass mit einem Erstgesprächstermin nicht zwangsläufig auch ein zeitnaher Therapiebeginn verbunden ist. Oft führt ein Erstgespräch nur zur Aufnahme auf die monatelange Warteliste. Klären Sie daher unbedingt, wann der eigentliche Therapiebeginn erfolgen kann!

  • Schritt 4: Konsiliarbericht

    Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Arzt (z.B. Hausarzt). Von den Krankenkassen wird grundsätzlich der Nachweis gefordert, dass ein Arzt die Aufnahme einer zeitnahen (!) Psychotherapie befürwortet. Über die Erstellung des sogenannten „Konsiliarberichts“ bescheinigt der Arzt, dass unabhängig von der medizinischen Behandlung eine Psychotherapie indiziert ist.

  • Schritt 5: Antragsstellung

    Die ausführliche Antragsstellung übernehmen wir, sobald alle notwendigen Unterlagen von Ihnen vorliegen.


Private Krankenversicherungen übernehmen in aller Regel die Kosten für eine ambulante Psychotherapie. In seltenen Fällen ist eine psychotherapeutische Leistung ausgeschlossen. Die Anzahl der Sitzungen pro Jahr kann jedoch je nach Art ihrer Versicherungspolice variieren. Am Besten Sie rufen bei Ihrer Versicherung an und fragen nach den genauen Modalitäten für die Aufnahme einer Psychotherapie.
Auch die Beihilfe erstattet i.a.R. die Kosten für eine Psychotherapie, sofern in den ersten fünf Sitzungen ein Kostenübernahmeantrag gestellt wird. Die entsprechenden Formulare erhalten Sie bei Ihrer Beihilfestelle.
Diese Träger übernehmen die Therapiekosten, wenn der Therapieanlass in ihren Zuständigkeitsbereich fällt, z.B. Arbeitsunfälle oder Überfälle mit psychischen Nachwirkungen.
Paartherapie ist eine Dienstleistung, die die Krankenkassen nicht übernehmen und die somit von den Klienten selbst gezahlt wird. Die Höhe des Honorars beträgt 120 Euro für 50 Minuten.
Da Coaching eine Dienstleistung ist, die nicht in den Zuständigkeitsbereich der Krankenkassen fällt, werden die Kosten vom Klienten selbst bezahlt. Sollte das Coaching die Förderung der beruflichen Kompetenzen zum Anlass haben, kann das Honorar steuerlich geltend gemacht werden. In einigen Unternehmen werden die Kosten vom Arbeitgeber übernommen. Das Honorar richtet sich nach dem individuell zu vereinbarenden Umfang und Inhalt des Coachings, in der Regel handelt es sich um Stundensätze zwischen 80 und 100 €. In einem unverbindlichen und kostenfreien Gespräch können wir die genauen Modalitäten und Rahmenbedingungen klären.
Psychologische Beratung ist eine Dienstleistung, die vom Klienten selbst gezahlt wird. Die Höhe des Honorars hängt vom Umfang der Beratung ab. Die Kosten für eine einmalige 50-minütige Beratung betragen 70 €.
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